Archiv 1980-1989

1989

B. Galuppi - C. Goldoni
Die Insel Voluptia oder Die Frauen an der Macht
(Il mondo alla roversa - 1750)

 

Das äußerst erfolgreiche Autorenteam schuf einige Werke, die seinen Ruhm weit über Europa verbreiteten. Galup- pis Stil beeinflußte die Entwicklung der opera buffa entscheidend und wirkte sogar noch auf I. Strawinsky. Pressestimmen: "Vladars Inszenierung wußte mit kabarettistischen Akzenten zahlreiche Pointen zu setzen. - Ein glücklicher szenischer Umgang mit einem nahezu zweieinhalb Jahrhunderte alten Werk - angelegt etwa in der Mitte zwischen Texttreue und (zulässigem) freien Schaffen." (Opernwelt X/89)
"Elegant und locker fließende Musik."
(Schwäbische Neue Presse, Augsburg, 28.7.89)


1988

A. Schweitzer - Fr. W. Gotter
Die Dorfgala (1772)

 

"Die Dorfgala ist ein Kabinettstück von einer 'Schwindschen' urwüchsigen Naturtreue, das auch heute noch, mit kühnem Ruck der Vergessenheit entrissen, den mageren Lustspielplan der deutschen Opernbühne wirksam bereichern könnte." (E. Bücken, Handbuch der Musikwissenschaft)
Pressestimmen: "Ein Singspiel, das seinen Witz nicht nur aus der Textvorlage zieht, sondern das gerade durch seine schattierungsreiche, vielgestaltige und feinsinnige musikalische Ausarbeitung besticht."
(Donaukurier, Ingolstadt, 21.7.88)
"Eine Köstlichkeit der kleinen Form aus der Mozartzeit."
(Augsburger Allgemeine, 18.7.88)


1987

P. Guglielmi - A. Anelli
Die Laterne des Diogenes (La lanterna di Diogene - 1793)

 

H. Chr. Wolff: "Die komischen Opern P. Guglielmis waren nicht nur in Italien, sondern in ganz Europa bekannt und beliebt. Stendhal hielt Guglielmi für den eigentlichen 'créateur de l'opéra buffa'. (Geschichte der kom. Oper)
Pressestimmen: "Horst Vladar hat das an klangvollen Ensembles reiche Stück wiederentdeckt und auf humorvolle, der Musik entsprechende, ausziselierte Weise inszeniert. - Eine komische Oper, die mehr ist als der übliche italienische Buffa-Spaß." (Schwäbische Neue Presse, Augsburg, 31.7.87)


1986

F. A. Philidor - M. J. Sedaine
Wie man Schulden begleicht (Blaise le savetier - 1759) und
Die Rache der Frauen (Les femmes vengées - 1775)

 

Philidor ist einer der bedeutendsten Komponisten der älteren opéra comique. - Sedaines Libretti "trugen durch ihre heitere Anmut sehr zum Erfolg der damals in Mode kommenden komischen Oper bei." (Meyers Enz. Lexikon)
Pressestimmen: "Der Hinweis der Neuburger Kammeroper auf den Buffa-Komponisten F. A. Philidor war ein ebenso anregendes wie amüsantes Unternehmen, dem man in unseren Theaterspielplänen Folgen wünschte." (Opernwelt X/86)
"Eine echte, verdienstvolle Wiederentdeckung!"
(Schwäbische Neue Presse, Augsburg, 7.8.86)


1985

A. Salieri - C. P. de Franceschi nach Ben Jonson
Angiolina (1800)

 

Von dem "Mozart-Rivalen" sind nur wenige Werke in neuerer Zeit aufgeführt worden. Pressestimmen: "Das chorlose Werk enthält eine Anzahl gesanglich für die Stimmen reizvoll gesetzter, bisweilen in ihrem Anspruch an Virtuosität recht hoch greifender Arien, sowie etliche gut gebaute Ensembles. - Ein Werk, das die Wiederbegegnung nach anderthalb Jahrhunderten Vergessenheit durchaus lohnte. Salieri könnte nach dieser Ausgrabung hier und dort vielleicht doch Zukunft haben." (Opernwelt IX/85)


1984

Fr. H. Himmel - F. W. Gotter nach Calderon de la Barca
Der Kobold (1813)

 

Himmel war Berliner Hofkomponist. Als Frühromantiker ist er ein Vorläufer von Fr. Schubert und C. M. von Weber.


1983

E. - N. Méhul - F. B. Hofmann
Der Schatzgräber (Le trésor supposé - 1802) und
E. - N. Méhul - A. Duval
Troubadoure (Le prince troubadour - 1813)

 

Méhul war ein gefeierter Komponist der Gluck-Schule, den noch C. M. von Weber rühmte.


1982

V. Martin y Soler - L. da Ponte
Der Baum der Diana (L'arbore di Diana - 1787)

 

Martin y Soler war einer der beliebtesten und erfolgreichsten Opernkomponisten des ausgehenden 19. Jhd. Mozart zitiert ihn im "Don Giovanni", dessen Libretto ebenfalls von da Ponte stammt.


1981

A. E. M. Grétry - Th. d'Hèle
Der eifersüchtige Liebhaber (L'Amant jaloux - 1778)

 

Grétry, einer der Hauptmeister der opéra comique, verdiente wegen seiner guten, situationsgerechten Musik und den einfallsreichen Sujets mehr Beachtung auf der Opernbühne.


1980

D. della Maria - A. Duval
Der Onkel (L'oncle valet - 1798) und
Der Arrestant (Le prisonnier - 1798)

 

Mit nur 31 Jahren starb della Maria, den man "unleugbaren Reiz, der auf der Reinheit der Form und der Wahrheit des Ausdrucks beruht" bescheinigt.

Datenschutzerklärung