2010 - 2019

2010

 



DIE VERKEHRTE WELT
(Il mondo alla rovescia)

Dramma giocosa per musica (Wien, 1795) nach C. Goldoni von
Caterino Mazzolà

Musik von Antonio Salieri
Übersetzung und Bearbeitung für die Neuburger Kammeroper von
A. und H. Vladar

 

Personen:

 

 

Generalin Michael Hoffmann
Obristin Yvonne Steiner
Adjutantin Ursula T. Maxhofer-Schiele
Marchesa, Gefangene aus der "Alten Welt" Katharina Dumaire
Amaranto, Neffe der Generalin Mads Elung-Jensen
Conte, Gefangener aus der "Alten Welt" Elzbeta Laabs
Girasole, Modist Wolfgang Veith
Der große Desastro Horst Vladar
Kapitän eines Schiffes aus der "Alten Welt" Horst Vladar
   
Musikalische Leitung Alois Rottenaicher
Inszenierung Horst Vladar
Bühnenbild Ulrich Hüstebeck
Korrepetition und musik. Assistenz Myoung Hyun Kim
 
Chor der Neuburger Kammeroper (Einstudierung: Norbert Stork)
Mitglieder des Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München

Der Inhalt von "Il Mondo alla rovescia" bietet außerordentlichen Genuss und ist vor allem sehr komisch. … Wie die Geschichte endet, werden wir hier nicht erzählen, denn wir hoffen, dass dieses frische, fröhliche Werk auch von anderen Theater gespielt werden wird.… Die treffliche Besetzung bestand aus Michael Hoffmann als Generalin, Yvonne Steiner als Obristin, Ursula T. Maxhofer-Schiele als Adjutantin, Katharina Dumaire als Marchesa, Mads Elung-Jensen als Amaranto, Elzbeta Laabs als Conte, Wolfgang Veith als Girasole und Horst Vladar als Der grosse Desastro und als Kapitän eines Schiffs.Sehr lustig waren auch die gelegentlichen Auftritte des Neuburger Kammerchores als weibliche Soldaten, als ArbeiterInnen und Matrosen. W.V. (Publiziert am 2/8/2010) http://www.operagazet.beUdo Pacolt, Wien – München http://www.der-neue-merker.eu
 
Der satirische Stoff der Oper lieferte zwar schon die Steilvorlage für erheiternde Konstellationen, doch erst die gute Besetzung ließ die Absurdität der Handlung zum Vorschein kommen. … Dank guter Textverständlichkeit bei allen Sängern ließ sich die Handlung bestens verfolgen. … Insgesamt ist der Neuburger Kammeroper mit ihrer Inszenierung ein Glanzstück gelungen: Geboten waren erstklassige Sänger, begleitet vom Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München, das die klassisch-leichte Heiterkeit in der Musik hervorhob. Dazu noch ein gelungenes Bühnenbild. Eine glänzende Demonstration der Qualitäten, die eine Opera buffa entfalten kann! (Katrin Poese am 26.07.10 in: Donaukurier IN)


In gewohnt launiger Inszenierung bracht Horst Vladar mit seiner Neuburger Kammeroper die Salieri-Rarität … zur deutschsprachigen Erstaufführung. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Alois Rottenaicher. Das quirlige, stimmlich ausgewogen besetzte Ensemble (…) sprühte vor Spiellust und verhalf so dem amüsanten Werk, das eine konsequente Form von Frauenemanzipation zum Thema hat, zu neuem Leben. (Karin Coper in ORPHEUS, 9+10 2010)

 
Bilder der Aufführung finden Sie hier >>>>

 

 

 

 

 

2011

Die NEUBURGER KAMMEROPER 2011

 

Männer! Augen auf!

(Mariti aprite gli occhi! ossia La gelosia corretta)

 

Musikkomödie in 2 Akten

Libretto von Andrea Leone Tottola

 

Übersetzung: Annette und Horst Vladar (2010)

 

Musik von Michele Enrico Carafa (de Colobrano)

 

Uraufführung im Frühjahr 1815 im Teatro de’ Fiorentini, Neapel

 

            Musikalische Leitung             Alois Rottenaicher

            Inszenierung             Horst Vladar

            Bühnenbild             Ulrich Hüstebeck

            Korrepetition            Su-Jin Kim

 

 

Personen:
     

Dott. Procopio Fracci

Michael Hoffmann

Constanza, seine Frau

Yvonne Steiner

Dott. Riccardo Fracci, sein Bruder

Joachim Herrmann

Bellinda, dessen Frau

Annika Liljenroth

Antonio Fracci, Onkel

Horst Vladar

Marietta, Dienstmädchen

Elžběta Laabs

Cav. Enrico Tottola

Matthias Heubusch

Don Marrazzo da Terrasecca

Wolfgang Veith

 

Es spielte das Orchester des Akadem. Orchesterverbandes München e.V.

 

Die Handlung spielt in einem Städtchen bei Neapel im Haus der Brüder Fracci.

 

Es geht – wie meist in der komischen Oper – um Liebe, Eifersucht, Missverständnisse und Versöhnung. Zwei junge Ehepaare müssen durch dieses „Wechselbad der Gefühle“ durch, bis sie geläutert erkennen: Liebe heißt Verständnis, Vertrauen, Selbstlosigkeit und Toleranz!

 

Michele Enrico Carafa
 

Die Autoren

 

Carafa (de Colobrano), Michele Enrico, geb. am 17. November 1787 in Neapel, gest. am 26. Juli 1872 in Paris; zweiter Sohn des Fürsten von Colobrano, Herzog von Alvito, war Offizier der neapolitanischen Armee, seit 1806 Adjutant Murats und machte den russischen Feldzug mit. Nach dem Sturz Napoleons gab er die militärische Laufbahn auf und widmete sich ganz der Musik, die er schon früher mit Ernst kultiviert hatte. Schon 1802 und 1811 hatte er in Neapel kleine Opern zur Aufführung gebracht. Nachdem er eine Anzahl weiterer Opern für Neapel (1815 „La gelosia corretta“, auch als „Mariti, aprite gli occhi“ > „Männer! Augen auf!“) Mailand und Venedig geschrieben, auch zu Paris am Théâtre Feydau einige Stücke herausgebracht hatte, ließ er sich 1828 in Paris nieder, wo er 1837 Mitglied der Academie und 1840 Professor für Kontrapunkt am Konservatorium wurde. Außer 36 Opern und einigen Kantaten und Balletten hat Carafa auch größere kirchliche Werke geschrieben (Messe, Stabat Mater, Ave verum). In der einschlägigen Literatur wird er oft als Epigone und Imitator bezeichnet. Zu Unrecht – wie es unsere Oper beweist. Er war einer der engsten und ältesten Freunde G. Rossinis.

Tottola, Andrea Leone, Geburtsdatum und -ort unbekannt, gest. am 15. September 1831 in Neapel; Agent des berühmten Impresarios Barbeia und Dichter der kgl. Theater in Neapel begann 1802 Libretti zu schreiben. Viele seiner Stücke waren für das Teatro Nuovo bestimmt und hatten Buffo-Rollen im Dialekt. Während die meisten seiner ernsten Werke monoton wirken, enthalten seine Komödien scharf beobachtete Situationen und witzige, theatralisch effektvolle Dialoge. Seine Bücher wurden u. a. von P. A. Guglielmi, den Brüdern G. und L. Mosca, D. Cimarosa, V. Fioravanti, S. Mayr, M. Carafa, G. Rossini, S. Mercadante, P. Raimondi und G. Donizetti vertont.
 

Hier einige Pressestimmen zu unserer Produktion:
 
... mit auffallend positiver Resonanz des Publikums. (…) Die werkgetreue, liebenswert humorvolle Inszenierung von Vladar, in der er auf seine verschmitzte Art auch den Drahtzieher gibt, trägt dazu bei, dass man dem Treiben gerne zusieht. Aber auch lauscht, weil die Melodien von Carafa so anmutig, keck und leicht eingängig daher kommen und von Alois Rottenaicher und dem Orchester aus München mit Stilgefühl zu Gehör gebracht werden. Auf der quietschbunten Bühne von Ulrich Hüstebeck spielt das bewährte, um einige Zugänge erweiterte Neuburger Ensemble mit offenkundigem Spaß an der Komödie.
Yvonne Steiner und Annika Liljenroth geben die stimmlich wie darstellerisch gleichermaßen attraktiven Schwägerinnen, Michael Hoffmann und Joachim Herrmann die Brüder in gekonnter Buffomanier. Elzbeta Laabs macht als Dienstmädchen beste Figur, und die Tenöre Matthias Heubusch und Wolfgang Veith präsentieren ihre Verführungskünste auf vokal überzeugendste Weise. Männer, Augen auf? Frauen aber ebenso!
(Karin Coper in ORPHEUS, Berlin, 9+10.2011)

(...) Horst Vladar verzichtet bei seiner Inszenierung auf eine moderne Verfremdung und belässt die Handlung in einer nicht näher erwähnten Kleinstadt und der damaligen Zeit, ohne dabei an Aktualität einzubüßen. (...) Yvonne Steiner überzeugt als scheinbar brave Ehefrau Constanza mit strahlendem Sopran besonders in ihrer mit Koloraturen gespickten Arie. (...) Annika Liljenroth steht ihr als ihre Schwägerin Bellinda in nichts nach. Auch sie präsentiert ihre große Arie mit kräftigem Sopran. Im Streitduett zeigen die beiden Frauen, wie viel Feuer in ihnen steckt. Elžběta Laabs sorgt als Dienstmädchen Marietta darstellerisch vor allem für die komischen Momente des Abends. Mit hervorragender Mimik präsentiert sie sich als kritische Beobachterin der Szenerie und darf zu Beginn des zweiten Aktes in einer sehr witzigen Arie gekonnt dem Publikum Ratschläge für das Eheleben erteilen. Auch die beiden Brüder sind gut besetzt. Joachim Herrmann stellt den etwas langweiligen Riccardo mit überzeugendem Spiel dar und dreht bei seiner Arie richtig auf. Michael Hoffmann gibt den selbstsicheren Procopio mit großem komischen Talent, so dass man schon beinahe schadenfroh auf seine Wutarie im zweiten Akt reagiert, die er mit kräftigem Bariton schmettert. (...) Matthias Heubusch verleiht mit seinem weichen Tenor den Klagen Enrico Tottolas großen Ausdruck. Horst Vladar hat zwar als Onkel Antonio nicht viel zu singen, präsentiert sich aber als kongenialer Spielleiter des Geschehens und erntet am Ende fast den größten Applaus, vielleicht aber auch mit Blick darauf, dass das Publikum damit gleichzeitig seine Begeisterung für die Inszenierung zum Ausdruck bringen will.

Wer Interesse an unbekannen Opern hat oder Musiktheater ohne moderne Regiemätzchen erleben möchte und nicht nur wegen namhafter Stars in die Oper geht, sollte der Neuburger Kammeroper im nächsten Jahr unbedingt einen Besuch abstatten.
(http://www.omm.de/veranstaltungen/festspiele2011/ND-2011mariti-aprite-gli-occhi.html)


Horst Vladar, Mitbegründer und "Seele" der Neuburger Kammeroper, inszenierte die musikalische Komödie sehr humorvoll. Durch seine subtile Personenführung konnten die Sängerinnen und Sänger die Charaktere ihrer Rollen witzig zur Geltung bringen, ohne in Klamauk abzudriften. (...) Als Procopio brillierte Michael Hoffmann, der mit seiner kraftvollen Baritonstimme und seiner komödiantischen Ader zu begeistern wusste. Seinen Bruder Riccardo stellte der großgewachsene, schlaksige Bariton Joachim Herrmann dar, der anfangs etwas hölzern wirkte (Premierennervosität ?), im Laufe der Vorstellung aber immer sicherer wurde. Mit köstlicher Mimik und guter Sopranstimme stattete Annika Liljenroth die Rolle dessen Ehefrau Bellinda aus. Ihr ebenbürtig die Sopranistin Yvonne Steiner als Constanza. Großartig das erzkomödiantische "Duell" der beiden, in dem sie einander ihre den Ehemännern vorgespielten Szenen an den Kopf warfen! Den unglücklch verliebten Cavaliere Enrico Tottola spielte der Tenor Matthias Heubusch sehr charmant, den mittellosen Don Marrazzo da Terrasecca der ehemalige Wiener Sängerknabe Wolfgang Veith mit lyrischem Tenor und subtiler Komik. Als Dienstmädchen Marietta überzeugte die Mezzosopranistin Elžběta Laabs sowohl stimmlich wie auch schauspielerisch. Last, but not least muss Horst Vladar genannt werden, der als Onkel Antonio seinen beiden Neffen mit Schmunzeln und Augenzwinkern die Wahrheit über ihre Ehefrauen eröffnete und so zum glücklichen Ende beitrug.
(http://www.der-neue-merker.eu/mod,criticism/id_menuitem,15/id_criticism,2557/id_c...       am 24.07.2011)


Aus dem unerschöpflichen Stoffvorrat der Beziehungen zwischen Mann und Frau hat der neapolitanische Librettist Andrea Leone Tottola vor 200 Jahren ein tolles Stück verfasst. Liebe, Eifersucht, Verwechslung und was sonst noch dazugehört - alles virtuos behandelt und bis in die Nuancen ausgekostet. In Töne gesetzt von Michele Enrico Carafa (ebenfalls Neapolitaner, 1787-1872) ist eine Oper entstanden, für die es höchste Zeit war, wachgeküsst zu werden. Für die Kammeroper passt sie wie angegossen: Leichtfüßig kommt sie daher und meidet jede Überhöhung, ohne deswegen belanglos zu sein. Sie gibt sich unverkrampft, ihre Stärke liegt im Witz, in der Komik. (...) Carafas Oper verlangt nach biegsamen Stimmen, nicht nach Donnerklang. Ausnahmslos waren die Darsteller in diesem Sinne glücklich ausgewählt. Nicht nur, dass sie stimmlich bestens präsent waren, dass sie halsbrecherische Tempi mühelos bewältigten, dass sie sich zupackend musikantisch gaben; man erlebte sie als quirlige Komödianten, mit dem Mut zur Geste und zu Extrovertiertheit. (...) Das war ein Abend, bei dem die Stimmung aufschäumte und die Funken schlugen, eine Einladung zum Amüsement - famos! Lang anhaltender Beifall machte offenkundig, dass sich das Premierenpublikum darauf eingelassen hatte.
(Neuburger Rundschau, 25.07.2011)

 

 

Bilder der Aufführung finden Sie hier >>>>

 

 

2012

 

Das war die
NEUBURGER KAMMEROPER 2012 

 die letzte Vorstellung war am 29. Juli 2012
im Stadttheater Neuburg an der Donau
 

DER ZWEIKAMPF MIT DER GELIEBTEN
(UA: Hamburg, 15. November 1811)

 

Oper in 3 Aufzügen
nach Francisco A. de Bances y Candamo
von J. Fr. Schink

Revidiert und nach der Vorlage des verlorenen Librettos mit Dialogen versehen von H. Vladar

 

Musik von

Louis Spohr

(1784 – 1859)

 Erstaufführung der Oper mit den rekonstruierten Dialogen

 

Musikal. Leitung:

Alois Rottenaicher

Inszenierung:

Horst Vladar

Bühnenbild:

Ulrich Hüstebeck

Korrepetition

Su-Jin Kim

 

 

Personen:
     

Mathilde, Pfalzgräfin von Flandern

Annika Liljenroth

Don Alberto, Infant von Portugal

Ulrich Löns

Gaston, Prinz von Bearn

Stephan Hönig

Enrique, Graf von Lothringen

Matthias Ziegler

Donna Isabella, Tochter eines spanischen Granden

Yvonne Steiner

Laurette, ihre Kammerjungfer

Denise Felsecker

Fulgenzio, Diener der Pfalzgräfin

Elmar Göbel

Decio, Kammerdiener des Grafen

Michael Hoffmann

Kampfrichter

Horst Vladar

1. Wilddieb

Ulrich Löns

2. Wilddieb

Elmar Göbel

3. Wilddieb

Horst Vladar

4. Wilddieb

Stephan Hönig

 

Es sang der Chor der Neuburger Kammeroper e. V.
Es spielte das Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München e. V.
www.aov-muenchen.de/

 

 

Handlung: In und um Brüssel, 16. Jahrhundert. – Der hitzköpfige spanische Edelmann Enrique hält seine Braut Isabella für untreu und reist ohne ihr Gelegenheit für Erklärungen zu geben mit seinem Diener Decio an den Hof der Pfalzgräfin Mathilde nach Brüssel. Bei einer Jagd befreit ihn ein fremder Ritter aus den Händen von Räubern. Es ist niemand anders als die verkleidete Isabella, die ihm mit ihrer Zofe Laurette nachgereist ist. Auch jetzt will er ihre Erklärungen nicht hören. Sie nimmt ihm das Versprechen ab, ihre Identität nicht zu verraten, und so kommt es zu Missverständnissen, Eifersüchteleien und Rivalitäten, denn Mathilde findet an dem jungen Ritter, der sich als Don Rosardo ausgibt, Gefallen. Ihre diversen höfischen Verehrer fühlen sich von ihm brüskiert.

Enrique, der im Innersten Isabella immer noch liebt, wird gegen seinen Willen in die Streitereien verwickelt, und so fordert ihn die gereizte Isabella-Rosardo schließlich zum Duell. Durch eine List des sich gut vertragenden Dienerpaares kann das in letzter Sekunde verhindert werden. Wie meist in der komischen Oper siegt die Liebe.

 

 
 

Louis (eigentlich Ludewig) Spohr wurde 1784 in Braunschweig geboren und starb 1859 in Kassel. Als hervorragender Geiger hatte er sich längst in die Spitzenklasse der Violinvirtuosen gespielt, als er sich mehr und mehr dem Komponieren zuwandte (er schrieb für sich selber viele Konzerte und Kammermusik), als Dirigent betätigte, zusammen mit seiner Harfe spielenden Frau Dorette längere Konzertreisen quer durch Europa unternahm und schließlich verschiedene Kapellmeisterpositionen (Gotha, Wien, Frankfurt und Kassel) annahm. – Er gilt mit seinen Werken (Kirchenmusik, Kammermusik, Konzerte, Lieder und Opern) als der Komponist der Deutschen Frühromantik und als Bindeglied zwischen der Wiener Klassik und der Romantik: Franz Danzi – Carl Maria von Weber – Heinrich Marschner – Richard Wagner.

 

Über unsere Oper heißt es u. a.: “... obwohl noch stark von Mozart (den Spohr bewunderte) beeinflusst, ist sie ein äußerst attraktives Werk. Die meisten der einzelnen Nummern sind musikalisch exzellent. Dass Der Zweikampf sich nicht dauerhaft auf der Bühne halten konnte, war keinesfalls aus Mangel an musikalischem Wert, sondern wegen der Tatsache, dass das Genre zu seiner Entstehungszeit schon als veraltet galt.“ (Clive Brown: Louis Spohr, A critical biography, Cambridge 1984)

 

Warum wurde Der Zweikampf mit der Geliebten trotz der Qualität und trotz des Spohr-Gedenkjahres 2009 seit 1811 auf keiner Bühne gespielt? Es liegt sicher daran, dass selbst die Vorlage zum verschollenen Textbuch nicht zu finden war. Erst vor 3 Jahren entdeckte sie Horst Vladar, der Künstlerische Leiter der Neuburger Kammeroper. So konnte er das Libretto rekonstruieren und das Aufführungsmaterial herstellen.

 

 

 

 Pressestimmen:

Horst Vladars Inszenierungen zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass er auf moderne Umdeutungen der Vorlage verzichtet und die in der Regel völlig unbekannten Opern so präsentiert, dass der Zuschauer hinterher das Gefühl hat, das Werk in seiner Ursprünglichkeit kennen gelernt zu haben. (…) Er hat wieder ein Ensemble zusammengestellt, dass durch großen Spielwitz und gesangliche Qualitäten überzeugt.


Da ist zunächst einmal erneut Yvonne Steiner zu nennen, die als Isabella eine glaubhafte Verwandlung zum Don Rosardo durchmacht und mit großem Sopran die recht anspruchsvolle Partie bewältigt. Besonders hervorzuheben ist ihre Arie kurz vor dem vermeintlichen Duell, in der Isabellas Verzweiflung über ihre Lage zum Vorschein kommt, die Steiner mit sauber geführten Koloraturen und großen Sprüngen umsetzt. Mit Matthias Ziegler als Enrique steht ihr nicht nur optisch ein kongenialer Partner zur Seite, der mit lyrischem Tenor und sauberer Stimmführung in den Höhen den sturen Geliebten mimt. Hervorragend gelingt ihm seine Verzweiflungsarie kurz vor dem Duell, in der er bekennt, dass er, egal wie er sich entscheidet, seine Ehre auf jeden Fall verlieren muss. Stellt er sich dem Kampf, tötet er eventuell die eigene Geliebte, stellt er sich nicht, gilt er als feige. Annika Liljenroth begeistert mit klarem Sopran als Mathilde, die verwirrt über die tiefe Zuneigung ist, die sie dem unbekannten Don Rosardo entgegenbringt.

Neben diesen recht ernsten Partien setzen Michael Hoffmann als Decio und Denise Felsecker als Laurette recht komische Akzente. Hoffmann gibt den großspurigen Hasenfuß mit einer Liebenswürdigkeit, dem Felsecker als an List deutlich überlegene Kammerzofe nichts entgegen zu setzen hat. Auch Ulrich Löns als Don Alberto, Stephan Hönig als Gaston und Elmar Göbel als Fulgenzio überzeugen durch komödiantisches Spiel. Horst Vladar übernimmt als Kampfrichter eine eher dirigierende Funktion, beweist aber als Wilddieb, dass er sich wie Löns, Hönig und Göbel durch große Spielfreude in der Inszenierung unterordnen kann. Auch der Chor kann bei seinem Auftritt in Paaren sein schauspielerisches Talent zur Schau stellen.

Das Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München e. V. präsentiert unter der Leitung von Alois Rottenaicher einen klassisch-romantischen Klang aus dem Graben, der den Abend wunderbar abrundet und das Publikum zu einem lang anhaltenden und begeisterten Applaus veranlasst.

Horst Vladar hat wieder einmal bewiesen, wie man ein vergessenes Stück, das musikalisch durchaus seine Meriten hat, auch heute einem Publikum noch ohne modernes Regietheater nahe bringen kann.

http://www.omm.de/veranstaltungen/festspiele2012/ND-2012-der-zweikampf-mit-der-geliebten.html

 

(…) Für heuer gelang Horst Vladar, dem künstlerischen Leiter der Neuburger Kammeroper, eine besondere Ausgrabung: „Der Zweikampf mit der Geliebten“ von Louis Spohr. Von der Oper, die 1811 in Hamburg uraufgeführt wurde, war das Textbuch von Johann Friedrich Schink verschollen, doch fand Vladar vor drei Jahren die Vorlage dazu, sodass er das Libretto rekonstruieren und mit neuen Dialogen versehen konnte.

Horst Vladar, die „Seele“ der Neuburger Kammeroper, schuf eine schwungvolle, komödiantische Inszenierung, die auch durch gute Personenführung bestach. Das einfach gehaltene und für die einzelnen Szenen leicht verwandelbare Bühnenbild, in dem die Farben Rosa und Grün vorherrschten, gestaltete Ulrich Hüstebeck.

(…) Dem Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München – mit großem Einfühlungsvermögen von Alois Rottenaicher geleitet – gelang es, die vielschichtige Partitur des Romantikers Louis Spohr mit vielen Facetten wiederzugeben und so dem Publikum einen unverdientermaßen fast vergessenen Komponisten näherzubringen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert, spendeten des Öfteren Szenenapplaus und belohnten am Schluss alle Mitwirkenden und das Regieteam mit minutenlangem Beifall.

Udo Pacolt, Wien – München

http://www.der-neue-merker.eu/neuburgdonau-der-zweikampf-mit-der-geliebten-von-louis-spohr-premiere      23. Juli 2012

 

 

Die Inszenierung konfrontiert mit wunderbaren Melodien, prächtigen Akteuren und einem gelungenen Bühnenbild.

Man schlägt sich und verträgt sich, schon der Titel des Stückes lässt nichts anderes vermuten: „Der Zweikampf mit der Geliebten“ – das verspricht Leidenschaft, Enttäuschung, Eifersucht, Verwechslung und Missverständnisse. Reichlich von allem ist in Johann Friedrich Schinks (1755-1835) Opernlibretto hineingemischt, das Horst Vladar, der Unermüdliche, für die Neuburger Kammeroper wieder ans Licht zog. Es gleicht einem kleinen, veritablen Kunststück, den etwas klischeehaften Text zu entrümpeln und das turbulent dahineilende Geschehen in Szene zu setzen. Vladar versteht es durch seine Regie vorzüglich, die Handlung lebendig zu gestalten.
In einem weit gespannten Handlungsbogen läuft der Dreiakter über die Bühne. Die Steigerung bis zum krönenden Schluss durchzuhalten ist eine wahrhaft respektable Leistung. (...) Ein Abend also, bei dem Musik und Präsentation reibungslos in einander greifen. Zu Recht gab’s dafür vom Premierenpublikum reichlich Ovationen.

Klaus Hopp-Wiel in: Neuburger Rundschau/Augsburger Allgemeine (23.07.12)

(…) Annika Liljenroth gab sehr gut die schwierige Partie der Mathilde – sowohl stimmlich als auch szenisch – wieder. In der Rolle der Donna Isabella agierte Yvonne Steiner vortrefflich, doch hatte sie einige stimmliche Probleme. Die Kammerzofe Laurette, gespielt von Denise Felsecker, bildete ein pfiffiges und sympathisches Paar mit Michael Hoffmann in der Rolle des Decio, dem Kammerdiener des Grafen Enrique, der von Matthias Ziegler gesungen wurde. Dieser Tenor klang im Piano etwas matt und farblos, doch in den Forte-Passagen sehr eindrucksvoll mit schönen Klängen.

Ulrich Löns als Don Alberto und Stephan Hönig bildeten ein sehr komisches Paar, bei dem vor allem die Art des Lachens und der Falsett-Gesang auffielen. Fulgenzio, der alte Diener der Mathilde fand in Elmar Göbel einen sehr guten Darsteller. Die vier Wilddiebe waren Elmar Göbel, Stephan Hönig, Ulrich Löns und Horst Vladar. Letzterer übernahm auch die Rolle des Kampfrichters und das nicht nur allein: Er hatte auch eine sehr stilvolle Regie mit überaus deutlichen Typen erdacht. Es gab ebenso eine gutes Verhältnis zwischen komischen und ernsten Momenten.

(…) Das Orchester bestand aus Angehörigen des Orchesters des Akademischen Orchesterverbandes München. Es klang nicht immer perfekt. Der Dirigent Alois Rottenaicher konnte aber wieder alles in gute Bahnen leiten. Das ganze wurde dargeboten in einem großen und schönen Dekor (…)

Ein wohl verdienter, lang anhaltender Applaus belohnte die Ausführenden.

H.V. (Veröffentlicht am 12.08.2012)

http://www.operagazet.be/artikels12/de/neuburg.htm#zweikampf

Liebeserklärungen

Der besondere Reiz der dritten und seit rund 170 Jahren nicht mehr erklungenen Oper Louis Spohrs DER ZWEIKAMPF MIT DER GELIEBTEN liegt in der mit höchsten Ambitionen sehr farbenreich und differenziert instrumentierten Partitur. Das Werk ist in seiner harmonischen Struktur und der durchgearbeiteten Stimmführung mit mannigfachen chromatischen Wendungen alles andere als konventionell. Spohr verlangt den Solisten alles in jenen Jahren nur Denkbare an geläufiger Virtuosität, Parlando und langem Atem für die lyrischeren Phrasen ab. Und den Musikern im Graben werden in mancher Hinsicht Herauforderungen zugemutet, für deren Bewältigung man dem Akademischen Orchesterverband München unter dem alle gefährlichen Klippen sicher umschiffenden ALOIS ROTTENAICHER große Hochachtung zollt. Die Ausstattung von ULRICH HÜSTEBECK deutet mit wenigen (sehr bunten, floral geformten) Elementen geschickt Außen- und Innenräume an, die sich bestens für das sehr lebendige und gut kalkulierte szenische Arrangement (ein fundamentales Missverständnis zwischen den Liebenden, die es nicht schaffen, sich auszusprechen und ihre Zuneigung unmittelbar und rechtzeitig zu erklären) von HORST VLADAR eignen. Mit ausgezeichnetem Gespür für die Belange eines Publikums von heute hat Vladar im Rahmen seiner Edition des Werkes und der Einrichtung für die Kammeroper Neuburg an der Donau manch zopfige Redewendung des Originals theatergerechter formuliert.

Mittelpunkt der Aufführung ist diesmal wieder YVONNE STEINER, die nicht nur ihre Anmut und Gewandtheit im raffinierten Spiel, sondern auch ihren wohl tönenden, flexiblen Sopran in der Hosenrolle der Isabella zur Geltung brachte. Sie fügte sich aber in das Gesamtensemble so ein, dass sich alle anderen bestens bewähren konnten. Allen voran ANNIKA LILIJENROTH (mit warmem lyrischen Sopran) als ihre gegen die Raffinesse der Isabella chancenlose Nebenbuhlerin Mathilde, doch genauso das komödiantische Ausnahmetalent Denise Felsecker als äußerst temperamentvolle Zofe Laurette sowie als deren Partner der in seiner Bühnenpräsenz unentbehrliche Bariton MICHAEL HOFFMANN als komisch-verschlagener Diener Decio. Der Tenor des schauspielerisch sehr gewandten MATTHIAS ZIEGLER (Enrique) glänzte besonders in seiner heldischen Arie im dritten Akt, außerdem ist er ein glaubhafter Liebhaber. In jeweils zwei kleineren Partien (Wilddiebe, verschmähte Liebhaber, Kampfrichter) bewährten sich ULRICH LÖNS (Tenor) und STEPHAN HÖNIG (Bass) in gesanglich gleichermaßen dankbaren wie anspruchsvollen, bzw. ELMAR GÖBEL und Horst Vladar in köstlich komischen Rollen. Die jüngst beim Label Hyperion erschienene CD mit zwei späten Sinfonien Spohrs (Orchestra della Svizzera Italiana unter Howard Shelley) vermittelt dankenswerterweise auch einen hervorragenden Eindruck von der Ouvertüre dieser Oper, so dass jene, die keine Gelegenheit hatten, sie in Neuburg zu hören, wenigstens einen partiellen Eindruck von dem originellen Werk gewinnen können.

Gerrit Waidelich in: ORPHEUS (Berlin) Heft 11+12


Bilder der Aufführung finden Sie hier >>>>

 

Die NEUBURGER KAMMEROPER 2013 ist Geschichte!



Sie spielte im Juli im Stadttheater Neuburg an der Donau zwei einaktige Opéra-comiques

"EIFERSUCHT" von Sophie Gail (1775-1819)


und

"SO EIN GLÜCK!" von Adolphe Adam (1803-1845)

Zu den Opern:

 EIFERSUCHT

 (Les deux jaloux, Paris 1813)

 Opéra-comique in einem Akt
nach Charles Dufresny (1657-1724) von Jean Baptiste Charles Vial (1771-1837)
Übersetzt und für die Neuburger Kammeroper eingerichtet von A. und H. Vladar

Musik von

Sophie Gail

(1775–1819)

 


Der Präsident eines Gerichtshofes       Stephan Hönig

Die Präsidentin, seine Frau         Ulrike Johanna Jöris

Lucie, Nichte des Präsidenten           Ljiljana Winkler

Martin, ein junger Offizier, Geliebter von Lucie       Matthias Ziegler

Thibaut, Gärtner des Präsidenten        Walther G. Rösler

Fanchette, Kammerzofe der Präsidentin      Yvonne Steiner

Frontin, Kammerdiener des Präsidenten         Michael Hoffmann

 

Musikalische Leitung       Alois Rottenaicher
Inszenierung        Horst Vladar
Bühnenbild          Ulrich Hüstebeck

Handlung: Der Präsident eines Gerichtshofes ist wie sein Gärtner Thibaut äußerst eifersüchtig. Doch anders als dieser schämt er sich dafür und versucht sein Laster zu verbergen. Er verdächtigt Martin, den Verehrer seiner Nichte Lucie, in Wahrheit nur hinter seiner Frau her zu sein. Einen Verbündeten findet Martin allerdings in Frontin, dem pfiffigen Kammerdiener des Präsidenten. Der liebt nämlich erfolgreich Fanchette, das Kammermädchen der Präsidentin. Thibaut beansprucht aber Fanchette für sich. Durch die List Frontins kommen die beiden Eifersüchtigen an gefälschte Beweise. Als sie die als Trümpfe ausspielen wollen, müssen sie ihre Charakterschwäche er- und bekennen. Während der Präsident einsichtig bereut, bleibt sein Gärtner verbittert zurück.

Edmé Sophie Gail wurde 1775 als Sophie Garre in Paris geboren und starb dort 1819. Mit 12 Jahren war sie bereits eine bewunderte Pianistin und gute Sängerin. 1796 heiratete sie Jean-Baptiste Gail. Doch bestimmte der große Altersunterschied sie dazu, sich nach einigen Jahren von ihm zu trennen. Erst danach begann ihre eigentliche musikalische Laufbahn. Sie trat erst als Romanzen-Sängerin auf Tourneen in Südfrankreich und Spanien auf, studierte bei Fetis und Neukomm und brachte 1813 die Opera-comique „Les deux jaloux“ (NKO: „Eifersucht“) heraus. 1818 ging sie mit der berühmten Sängerin A. Catalani auf Tournee durch Deutschland und Österreich. Nach dem Zeugnis ihres Lehrers Fetis war sie eine ausgezeichnete Begleiterin, eine geschmackvolle und kluge Sängerin, selbst eine gute Lehrerin und besaß große menschliche Qualitäten. Bis zu ihrem frühen Tod schrieb sie mindestens 5 Opern.

Charles Dufresny, Herr von Rivière, 1657-1724, Journalist, Dramatiker und Chansonier lieferte mit einem seiner Theaterstücke die Vorlage für das Libretto zu „Eifersucht“.

Jean Baptiste Charles Vial, war Beamter und Theaterdichter. 1771 in Lyon geboren, starb er 1837 in Paris. Unter seinen ca. 50 Bühnenwerken sind Libretti für Adam, Boieldieu, Hérold und Berwald. Die NKO spielte 2009 von ihm „Die große Trauer“ (Musik: H.M. Berton).

 

SO EIN GLÜCK!

(Une bonne fortune, Paris 1834)

Opéra-comique in einem Akt von
Édouard Mennechet (1794-1845)
Übersetzt und für die Neuburger Kammeroper eingerichtet von A. und H. Vladar

 

Musik von

Adolphe Adam

 

(1803–1856)

Mathieu Delcourt       Matthias Ziegler

Frédéric Darcy        Walther G. Rösler

Dr. Belmonte, Arzt        Stephan Hönig

Flora, seine Tochter      Yvonne Steiner

Rosabella, seine Schwester, eine alte Jungfer       Ulrike Johanna Jöris

Orest Bruni, Kommissar         Horst Vladar

Marianna Gardi, Hotelbesitzerin        Ljiljana Winkler

 

Musikalische Leitung Alois Rottenaicher
Inszenierung Michael Hoffmann
Bühnenbild Ulrich Hüstebeck

 

Es spielt das Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München e. V.

www.aov-muenchen.de/

 

Die Handlung spielt in Florenz um 1800. Der junge Franzose Mathieu hat sich in Florenz in ein Hotel eingemietet. Er glaubt bei allen Frauen Glück zu haben. Durch seine Unbekümmertheit und Naivität kommt es zu Turbulenzen und Reibereien mit der Nachbarschaft. Ein Liebes-briefchen, das er auf sich bezieht, veranlasst ihn zu einer Entführung, bei der er dann Mühe hat, das falsche „Opfer“ wieder los zu werden. Dass dabei ein junges Paar endlich zueinander kommt und sich ein entfremdetes altes Paar wieder findet, ist nicht sein Verdienst. Mit viel Glückund Zufall kommt alles zu einem guten Ende.

 

Adolphe Charles Adam wurde 1803 in Paris geboren, wo er 1856 starb. Er war Schüler von A. Boïeldieu am Pariser Konservatorium und schrieb zunächst für kleinere Theater mehrere Opéra-comiques, darunter auch „Une bonne fortune“. 1836 erntete er mit der Oper „Der Postillon von Lonjumeau“ allgemeinen Beifall. Ihr folgte bald eine Reihe ähnlicher Werke im leichten, komischen Genre, wie „Wenn ich König wär“ und „Der König von Yvetot“, durch welche sich Adam einen ehrenvollen Platz unter den Komponisten der Neuzeit errungen hat. Viel Erfolg hatte sein melodienreiches und geistvoll instrumentiertes Ballett „Giselle“. Einige seiner Werke spielte und spielt man in ganz Europa. Die Revolution von 1848 ruinierte ihn finanziell. Zu seinem Glück wurde er aber 1849 Professor für Komposition am Konservatorium, wo er bis zu seinem Tod tätig blieb. Er komponierte an die 90 Opern und Ballette. Die Neuburger Kammeroper spielte 1979 seine Oper „Die Nürnberger Puppe“.
Édouard Mennechet lebte von 1794 bis 1845 in Paris. Er war Sekretär der königl. Kammer und hatte den offiziellen Titel „lecteur du roy“ (Vorleser des Königs). Seine Hauptwerke sind „Vies des Hommes et Femmes Illustres de La France“ (1838), „L’Histoire de France“ (Paris 1840) und „Cours Complet de Litterature Moderne“ (1848), doch verfasste er auch mehrere Libretti für die Komponisten Adam, Hérold und Auber.


Quellen: wikipedia, The New Grove, MGG

Bilder der Aufführung finden Sie hier >>>>

2014


Manuel Garcia

Der Kalif von Bagdad

(Il Califfo di Bagdad, Neapel 1813)

Opera buffa in zwei Akten

von

Andrea Leone Tottola

Musik von

Manuel García

 

Übersetzung und Einrichtung für die Neuburger Kammeroper von

Annette und Horst Vladar

 

Personen:

 

            Isoun, Kalif von Bagdad           Manuel Ried

            Lemide, Witwe            Regine Gebhardt

            Yamina, deren Tochter            Yvonne Steiner        

            Sharafat, Lemides Neffe (Schwager)           Ulli Löns

            Aisha, Hausmädchen bei Lemide            Elzbieta Laabs

            Der Kadi           Michael Hoffmann

            Der Polizeichef           Horst Vladar

 

Gefolge des Kalifen; Nachbarn Lemides; Volk von Bagdad

 

Handlung:

Isoun, der junge Kalif von Bagdad, liebt es sich unerkannt unter das Volk zu mischen, um sich ein neutrales Bild machen zu können. Nur Eingeweihte wissen, dass ihn ein Codenamen – Bondocan – in Notfällen als Herrscher ausweist. Er trifft auf die hübsche Yamina und verliebt sich in sie. Sein Liebe wird erwidert, und obwohl Lemide ihre Tochter streng vor allen möglichen Verehrern behütet, kommt es für die Liebenden mehrfach zu prekären Situationen, die aber immer durch die Nennung des Codenamens gut ausgehen. Bei den Uneingeweihten gibt das Grund zu Verdacht, Beschuldigung und Streit, bis letztendlich Isoun seinem „Suchen“ ein Ende macht und seine nie an ihm zweifelnde Yamina unter dem Jubel des Volkes als neue Herrscherin vorstellt.

 

Aus der Presse zu unserer Produktion:

„Man erlebt quirliges, geistreiches, ja packendes Musiktheater, zwei Stunden beste Unterhaltung, zwei Akte vergnügliches Spielen und Agieren. (…) Allein schon das Bühnenbild (Michele Lorenzini) spricht sofort an. Formal und funktional vollkommen stimmig lässt es die Zuschauer in die geheimnisvolle Welt des Orients eintauchen. Farbigkeit, Fantasie und Liebe zum Detail kennzeichnen es, genauso wie die verschwenderisch schönen Kostüme ein Fest für die Augen bieten. Und wenn am Schluss im üppigen Licht alle Akteure ihr übermütiges Spiel treiben und die Farben glänzen und schimmern, wird deutlich, welch stilvolles Konzept der Inszenierung zugrunde liegt.“

Klaus Hopp-Wiel am 21. Juli 2014 in „Neuburger Rundschau“

 

Das begeisterte Publikum lohnte dem Sängerensemble sowie den Orchestermusikern ihre Leistungen mit starkem, lang anhaltendem Beifall. Es war wieder eine sehens- und hörenswerte Produktion der Neuburger Kammeroper im kleinen und heimeligen Stadttheater von Neuburg an der Donau.“

Udo Pacolt im Internet „der-neue-merker“

>>> http://www.der-neue-merker.eu/neuburg-donau-der-kalif-von-bagdad-von-manuel-garcia

 

„Einfach bemerkenswert, wie stilsicher sich der komponierende Autodidakt [Manuel García] zwischen den Metiers bewegt, ein so flottes wie reizvolles Ganzes schafft. Da ist Platz für großes Gefühl und jede Menge Ironie auch, und für beides ist in der punktgenauen Personenregie Horst Vladars viel Raum. (…) Liedhafte Kantilene, die in der Stimmführung Schubertsche Intimität besitzt, voller Orchesterklang mit kräftigen Janitscharen-Anklängen gerade in der Ouvertüre: Alois Rottenaicher holt Enormes aus dem semiprofessionellen Akademischen Orchesterverband München heraus, dem Neuburger Liederkranz ist die Freude am Agieren auf der Opernbühne anzumerken. Großes Lob für Neuburgs einmal mehr so erfolgreiches Stochern im längst vergessenen Repertoire der Operngeschichte.“

Josef Heumann am 21. Juli 2014 im „Donaukurier Ingolstadt“

Fazit: Mit der Ausgrabung von Garcías Oper hat die Neuburger Kammeroper einen Beitrag dazu geleistet, das musikalische Schaffen dieses nicht unbedeutenden spanischen Komponisten in Erinnerung zu rufen. Vladars Inszenierung führt dazu, dass man das Gefühl hat, dieses Werk trotz der deutschen Übersetzung dennoch in einer gewissen Ursprünglichkeit kennen zu lernen.“

 

Von Thomas Molke im Internet:   / http://www.omm.de/veranstaltungen/festspiele2014/ND-2014-der-kalif-von-bagdad.html

 

Rundum gelungene Inszenierung einer erstaunlichen Ausgrabung

„Kammeroper“ heißt in Neuburg nicht Taschenfassung einer internationalen Repertoire-Oper mit eingekürztem Personal zu Streichquartett und Flöte, sondern vielmehr Ausgrabung und Vollversion eines vergessenen Werks, für das sich einige „Opernsammler“ von weither bemühen, weil sie es woanders zu ihren Lebzeiten wohl nicht noch einmal zu sehen bekommen.

Viel Beifall von den Zuschauern, die mit entspannten Gesichtern das Haus verließen und von denen sicher einige an diesem schönen Sommerabend noch die Besucherzahlen der Biergärten steigerten. Es war ein niveauvoller, vergnüglicher Abend.

Manfred Langer, 21.07.2014

>>> http://www.deropernfreund.de/neuburg-donau.html

E. Laabs, Y. Steiner

R. Gebhardt, M. Hoffmann

M. Hoffmann

M. Ried

Y. Steiner, U. Löns, R. Gebhardt

Ensemble

U. Löns, E. Laabs, R. Gebhardt

R. Gebhardt, E. Laabs, M. Ried, Y. Steiner

H. Vladar

Ensemble

Y. Steiner, M. Ried

M. Ried, Y. Steiner - Chor

2015

 

Schlaukopf und Dickschädel

(Furberia e puntiglio, Venedig 1798)

Opera buffa in einem Akt

von Giuseppe Maria Foppa (1760 -1845)

Übersetzung und Einrichtung: Annette und Horst Vladar

Musik von MARCELLO BERNARDINI

* ? in Capua - † nach 1799 in Capua ?

 

Guglielmo, ein Kaufmann      Stephan Hönig

Isabella, seine Tochter      Yvonne Steiner

Federico, ein Offizier      Manuel Ried

Bainer, ein Bankier      Horst Vladar

Eugenia, seine Tochter     Elžběta Laabs

Simoncino, Guglielmos Diener     Joachim Herrmann

 

und

 

Der Hitzkopf

(La testa riscaldata, Venedig 1799)

Opera buffa in einem Akt

von Giuseppe Maria Foppa (1760 -1845)

Übersetzung und Einrichtung: Annette und Horst Vladar

Musik von FERDINANDO PAËR

* 1771 in Parma - † 1839 in Paris

 

Brodolungo, Gemüsehändler      Joachim Herrmann

Ambrosina, seine ältere Tochter      Yvonne Steiner

Felicita, seine jüngere Tochter     Elžběta Laabs

Canziano, Ambrosinas Liebhaber      Michael Hoffmann

Ernesto, Felicitas Liebhaber      Manuel Ried

Verzotto, Brodolungos Diener      Stephan Hönig

 

Musikalische Leitung   Alois Rottenaicher

Inszenierung „Schlaukopf und Dickschädel“ Michael Hoffmann

„Der Hitzkopf“ Horst Vladar

Bühnenbilder Michele Lorenzini

Korrepetition  Su-Jin Kim

 

Schlaukopf und Dickschädel

Der Kaufmann Guglielmo plant für seine Tochter Isabella eine „gute Partie“. Diese aber liebt den Offizier Federico und wird widergeliebt. Dem Vater passt das nicht. Er setzt sich stark dafür ein, dass Federico und Eugenia, die Tochter des Bankiers Bainer ein Paar werden – notfalls auch gegen den Willen des sturen Vaters. Vom Ergebnis seiner Ratschläge ist er dann doch sehr überrascht.

Marcello Bernardini wurde und wird oft auch nach seinem Vater Rinaldo da Capua (einem erfolgreichen Opernkomponisten) Marcello da Capua genannt und mit diesem verwechselt, zudem er dessen Posten als Kapellmeister in Rom übernommen hat. Seine Opern, zu denen er oft selber das Libretto schrieb, wurden außerhalb Italiens u. a. auch in München, Dresden, Wien, Paris und in Polen aufgeführt. Er schrieb vor allem komische Opern, für die er die besondere Gabe der Leichtigkeit, des Witzes und der Ironie besaß.

 

Der Hitzkopf

Der Gemüsehändler Brodolungo hält sich für adlig und will für seine Töchter standesgemäße Ehemänner. Ambrosina und Felicita haben aber längst ihre Liebhaber. Diese veruchen in allem möglichen Verkleidungen den störrischen Vater auszutricksen. Zuletzt gelingt es ihnen aber mit Brodolungos Geld sein Einverständnis zur Heirat zu bekommen. Er vergibt schließlich den Lieben-den: sein Geld sei ja nicht verloren.

Ferdinando Paer ist der typische Künstler der Übergangszeit von der Klassik zur Romantik. Man sagt ihm eine bemerkenswerte Assimilationsfähigkeit nach, doch erkannte man an, dass seine Werke durchaus eigenen Charakter besitzen. Aus Parma stammend, wo er auch Hofkapellmeister war, führte ihn seine Karriere nach Wien, später nach Dresden und im Gefolge Napoleons nach Warschau. Anschließend wurde er kaiserlicher Hofkapellmeister in Paris (Leitung der Opéra-comique) und Nachfolger G. Spontinis.

 

Pressestimme:

Bernardini etwas bieder im Retrolook, nach der Pause dann der wenigstens sporadisch noch begegnende Ferdinando Paër, ein wendiger Zeitgeist-Komponist und echter Jongleur zwischen so ziemlich allen Stilen.
Einen wahrlich köstlichen Husarenritt quer durch die Moden der Zeit liefert in „La testa riscaldata“ („Der Hitzkopf“) gleich das Auftrittslied des alsbald noch in weiteren Rollengesichtern wiederkommenden Liebhabers Canziano, womit der Bariton Michael Hoffmann zugleich all sein Komödiantentum ausleben darf. Paër hat’s immerhin später noch zum Nachfolger Gaspare Spontinis an der Opera comique in Paris gebracht.
In den kräftig gezeichneten Raffinessen der unentwegten Tricksereien unterschieden, geht’s zweimal um die nämliche und ja auch nicht ganz unbekannte Geschichte: Vater braucht ein bisschen, bis er kapiert, dass seine Tochter – das andere Mal sind’s deren zwei – doch heiratet, wen sie will bzw. wollen. Man kann schwer umher, in dem putzmunter gelaunten Schwesternpaar (Yvonne Steiner und Elzbeta Laabs) nicht Mozarts Fiordiligi und Dorabella zu sehen, die gerade Belmonte, von Manuel Ried ausgesprochen lyrisch gesungen, begegnen; Liebhaber Nr. zwei ist der erwähnte Michael Hoffmann. Aber Gutes bewährt sich, bald 20 Jahre später hat wiederum Rossini fast wörtlich bei Paër abgeschrieben!

Josef Heumann in Donaukurier - Ingolstadt/Neuburg 19.07.2015

 

2016

ABENTEUERLUST

(Joconde oder Les Coureurs d’aventures, Paris 1814)

 von Charles Guillaume Etienne

 

ABENTEUERLUST

(Joconde oder Les Coureurs d’aventures)

Musik von Nicolas Isouard (1775 – 1832)

Opéra-comique in drei Akten

von Charles Guillaume Etienne

(Uraufführung am 28.02.1814 in Paris)

Übersetzung und Bearbeitung von A. und H. Vladar

 

Robert, Graf von Martigue                                    Karsten Münster

Joconde, Vertrauter des Grafen                        Patrick Ruyters

Lysandre, Freund der gräfl. Familie                        Michael Hoffmann

Mathilde, Comtesse, Roberts Verlobte            Annika Liljenroth

Edile, ihre Freundin, Jocondes Verlobte            Astghik Khanamiryan

Jeannette, Bauernmädchen                                    Janina Pudenz

Matthes, Bauernbursche                                     Wolfgang Veith

Dorfrichter                                                            Horst Vladar

Herren und Damen der Schlossgesellschaft, Bauern und Bäuerinnen  Chor der Neuburger Kammeroper

 

Musikalische Leitung               Alois Rottenaicher

Inszenierung                        Horst Vladar

Bühnenbild                         Michele Lorenzini

Korrepetition                          Su-Jin Kim

 

Mitwirkende des Orchesters des Akademischen Orchesterverbandes München

 

Graf Robert und Joconde, sein Vertrauter, halten zu Unrecht Gräfin Mathilde und deren Freundin Edile, ihre Verlobten, für untreu. Sie beschließen deshalb enttäuscht, sich als Troubadoure durch die Lande ziehend am weiblichen Geschlecht zu rächen. Doch Lysandre, der gemeinsame Freund der vier, verrät besorgt den Plan. Die Frauen folgen den Abenteuerern als Zigeunerinnen verkleidet.

In einem nahe gelegenen Dorf rüstet man zum Rosenfest, bei dem das unschuldigste Mädchen zur Rosenkönigin gekrönt wird. Jeannette liebt zwar schon ihren Lucas, will aber trotzdem unbedingt den Preis erringen. Sie gerät an die „Troubadoure“, die sie begeistert umwerben, versteht es aber geschickt, sie hinzuhalten. Das führt zu nicht ungefährlichen Situationen für die „Abenteurer“, an deren Ende sie über Nacht eingesperrt werden. Am Morgen des Rosenfestes kommen Gräfin Mathilde und Edile als Gäste, decken alles auf und verzeihen den reuigen „Troubadouren“. Zähneknir-schend muss Robert die „unschuldige“ Jeannette zur Rosenkönigin krönen.

Nicolas Isouard (1773 - 1818)

ein gebürtiger Malteser, begann 1794 seine Karriere als Komponist von Opern in Florenz, blieb dann aber wegen Revolutionswirren in seinem Heimatland als Organist. Doch schon ab 1800 gab man in Paris seine Opern. Dort freundete er sich mit dem erstklassigen Librettisten F. B. Hoffmann an („Der Schatzgräber“ NKO 1983). Durch seine Freundschaft mit Ch G. Etienne, einem weiteren herausragenden Dichter, kam es zu einigen Spitzenwerken der Opéra comique, wie „Jeannot et Colin“ (1814), „Abenteuerlust“ (1814; NKO 2016) und „Wer für wen?“ (1816; NKO 1996). Er gehört zu den Meistern, die der Gattung ihre endgültige Form gaben.

Ch. G. Etienne (1777 - 1845)

begann 1799 seine Karriere als Bühnenautor. 1801 schrieb er z. B. für  H. M. Berton „Die große Trauer“ (NKO 2009). Zwei weitere Werke fanden die wohlwollende Anteilnahme Napoleons, und Etienne wurde Chefredakteur des Journal de l’Empire. 1808 begann die Zusammenarbeit mit seinem Freund N. Isouard, mit dem er 10 Bühnenwerke – darunter 1816 „Wer für wen?“ (NKO 1996) und „Abenteuerlust“ (Joconde - NKO 2016) – schuf. 1820 wurde er zum Abgeordneten gewählt und 1839 sogar zum Pair de France ernannt. Mit seinen Werken trug er entscheidend dazu bei, die Opéra comique während des Empire in die klassischen Bahnen der alten Komödie zurückzuführen.

Presse:

Das begeisterte Publikum belohnte am Schluss der Vorstellung alle Mitwirkenden mit starkem, nicht enden wollendem Beifall, wobei *Horst Vladar*, die „Seele der Neuburger Kammeroper“ mit Jubelschreien gefeiert wurde.

/ Udo Pacolt/ in: http://der-neue-merker.eu/neuburg-donau-abenteuerlust-von-nicolas-isouard-geb-1755

 

Die Neuburger Kammeroper hat in den letzten Jahren wahre Glanzleistungen gezeigt, und so waren die Erwartungen in die diesjährige Ausgabe hoch gespannt. Würde es möglich sein, an die großartigen Erfolge der vergangenen Aufführungen anzuknüpfen? Mit dem Dreiakter „Abenteuerlust“ aus dem Jahre 1814 (Libretto: Charles Guillaume Etienne; Musik: Nicolas Isouard) hat man ein Stück ausgewählt, das alle Voraussetzungen dafür bietet: ein turbulentes, mit allen Zutaten damaliger Klischees angereichertes Handlungsmuster, eine spritzig-elegante und fantasievolle Musik.

 

Original, originell und möglichst authentisch: Das sind die Qualitätsmerkmale der Neuburger Kammeroper. Der Zuschauer wird nicht belehrt, manipuliert oder missioniert. Es stellt sehr zufrieden fest, dass die Verantwortlichen der Versuchung widerstehen, den Stücken ein modernes Sujet zu verpassen und davon absehen, die Darsteller mit Jeans oder Büroanzügen agieren zu lassen. Statt dessen erleben wir ein verschwenderisches Kostümaufgebot, eingerahmt von einem prächtigen Bühnenbild – ein Fest für die Augen! Michele Lorenzini überrascht jedesmal mit neuen Ideen und reizenden Details.

25. Juli 2016 Augsburger Allgemeine/Neuburger Rundschau (Klaus Hopp-Wiel)

 

Wieder einmal zeigt die Neuburger Kammeroper, was für gelingendes und bewegendes Musiktheater fundamental wichtig ist: Ensemblegeist, Freude an der Interaktion mit dem Aufführungsort und eine nach bald fünfzig Jahren noch immer selbstverständliche Spontaneität. Es ist nicht das geringste Verdienst, dass sie mit ihrer Spielform ganz ohne Education-Brimborium echte Begeisterung erzeugt. Da sind Opern-Neulinge nach „der ersten Halbzeit“ noch immer genauso bei der Sache wie davor und am Ende der zweiten Aufführung gibt es satten, ehrlichen Schlussapplaus mit je drei Einzelvorhängen für alle Solisten.

Roland Dippel am 26.07.2016 in Neue Musikzeitung (Regensburg)

http://www.nmz.de/online/joconde-1814-von-isouard-ist-die-entdeckung-der-neuburger-kammeroper-2016 

A. Khanamiryan, M. Hoffmann, A. Liljenroth

A. Liljenroth, K. Münster, P. Ruyters, A. Khanamiryan

J. Pudenz, H. Vladar, W. Veith

Schlussbild